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Lust am Projekt

Untertitel:Chancen kulturellen Lernens im Deutschunterricht
Autoren:Lange, Günther
ISBN:3-89676-131-5
Bibliographie:XI, 200 Seiten. Kt.
Reihe:Deutschdidaktik aktuell
Bandnr.:5
Preis:16.00
Gruppe:Deutsch

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Beschreibung

Ein Projekt ist ein Projekt ist ein Projekt ...? Dieses Buch erzählt vom Projektlernen im Deutschunterricht. Es macht die Stimmen der beteiligten Menschen - Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer - hörbar und fragt danach, was das Arbeiten im Projekt mit ihnen macht. Insofern ist es ein narratives Praxisbuch mit vielen Anregungen.
Jeweils beim Erzählen über gelingenden und in die Krise geratenden Unterricht setzt es mit theoretischen Überlegungen ein, bleibt dabei aber dicht an den konkreten Ereignissen und an den handelnden Personen. Es will Unterrichterfahrungsorientiert in den Horizont erziehungswissenschaftlicher, didaktischer und anthropologischer Diskurse bringen. Insofern stellt es eine neue Art von Theoriebuch dar, welches den Primat der Praxis als Ort der Verwirklichung von Unterricht nicht nur behauptet, sondern nachvollziehbar einlöst.
Als vor etwa dreißig Jahren die Bildungsreformbewegung sich anschickte, die Schule demokratisch umzugestalten, wurden Projekte zum Gegenbild für den übrigen, reformierungsbedürftigen Unterricht und erhielten ihren Schwerpunkt im über den Schulbereich hinausgreifenden soziokulturellen Handeln. Dieses Buch unternimmt nun den Versuch, die Entwicklung und Verwandlung der Lernform Projekt bis in die gegenwärtige Praxis stiller Unterrichtsform hinein weiterzuverfolgen, wo sie ihre Exklusivität und Trenn-Schärfe verliert und sich mit den neuen Formen Freien Lernens, Offenen Unterrichtens, Freier Vorhaben, kultureller Werkstattarbeit, themenzentriert-fächerübergreifenden Unterrichtens etc. verbindet.
Nicht zufällig haben sich im Fache Deutsch unter demselben Vorzeicheneiner zweiten Modernisierung der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht und der sich zum Subjekt hin öffnende Schreibunterrichtentwickelt. In ihren zahlreichen Spielarten sind die Auseinandersetzungen mitunserem kulturellen Gedächtnis und die hermeneutischen Vorgänge nicht mehr als abschließbare Prozesse gedacht, sondern als permanente gemeinsame Projekte, die auf Dialog, Experiment, Selbsterprobung, Kreativität, individuelle Initiative und konstruktive Zusammenarbeit angewiesen sind.

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