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Mathematikunterricht als Prozess ästhetischer Erziehung an Schulen

Untertitel:Ein bildungstheoretisch-neurowissenschaftlich fundiertes Modell zur Gestaltung von Lernprozessen
Autoren:Reimer, Rolf
ISBN:978-3-8340-2029-1
Bibliographie:280. Seiten. Kt.
Bandnr.:0
Preis:24.00
Gruppe:Naturwissenschaften
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Beschreibung

In dieser Studie werden fachdidaktische und unterrichtspraktische Bezüge eines gesellschaftlich bzw. individuell sehr ambivalent bewerteten Fachs verknüpft mit dem bildungstheoretisch und neurowissenschaftlich orientierten Forschungsgebiet Ästhetische Bildung in der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Damit soll eine wissenschaftlich und überfachlich begründete erzieherische Basis für Zielsetzungen, Entwürfe, Durchführungen und Bewertungen von Unterrichtsmaterialien hinsichtlich eines begriffsbildenden, auf Verstehen orientierten Mathematikunterrichts geschaffen werden.
Der polymorphe Begriff „Ästhetik“ ist hier pädagogisch aufgefasst. Es geht nicht um das Schöne an sich oder um das, was man unter einer Ästhetik der Mathematik als Wissenschaft verstehen kann, sondern um Ästhetik als eine Form von Erziehung. Ästhetische Aspekte sind hierbei Prozesse des Wahrnehmens, des Ver¬stehens, des Gestaltens und der Begriffsbildung unter Einbeziehung subjektiver und kommunikationsabhängiger Emotionalität.
Der exemplarisch aufgeführte unterrichtspraktische Teil kann als Integration zweier Welten der Lernenden aufgefasst werden. Ästhetisch fundierter Mathematikunterricht wird verankert in der „grünen Welt“ ihrer Alltagserfahrungen. Hierüber wird eine „blaue Welt“ der Mathematik in Form eines Werkzeugkastens zusammengestellt, welcher, mit Zahlen, Formen, Strukturen und fachlogischen Argumenten bestückt, von den Schülerinnen und Schülern als nützlich erkanntes Hilfsmittel zur qualitativen und quantitativen Beschreibung ihres Lebensbereiches genutzt und erweitert wird, sich dabei mit der grünen Welt vernetzt und individuell als Bereicherung der persönlichen Handlungs- und Urteilsfähigkeit wahrgenommen und geschätzt werden kann. Über diesen Modellierungscharakter wird das Fachliche auch unter Bezugnahme auf historische, kulturelle und wissenschaftliche Aspekte gesehen und als Wissenschaft mit einer eigenen Sprache, Symbolik und Logik entwickelt.

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