Schnellsuche:
>> Pädagogik  >> Grundlagen der Schulpädagogik

Utopia

Untertitel:Die Bedeutung von Schule, Unterricht und Lernen in utopischen Konzepten
Hrsg:Grunder, Hans Ulrich
ISBN:3-87116-860-2
Bibliographie:VI, 236 Seiten. Kt.
Reihe:Grundlagen der Schulpädagogik
Bandnr.:18
Preis:19.00
Gruppe:Pädagogik

Zurck Anzahl:

Beschreibung

In der Umgangssprache haftet dem Adjektiv utopisch das Illusionäre, Unrealistische an. Realisten fällt es leicht, Utopisten des Idealismus zu zeihen. Utopisches Denken scheint gerade gegenwärtig so dysfunktional zu sein, dass es lediglich in persönlichen Belangen toleriert wird. Auf der anderen Seite wissen wir, dass der Absage an alle Utopie die politische, soziokulturelle und persönliche Starre entspricht. Das gilt ganz besonders für den Bildungs-, Erziehungs- und Schulbereich. Die Reduktion des Denkens auf seine operative Seite und der Verlust an Hoffnung haben - bezogen auf Schule und Lernen - die Gewöhnung des Menschen an das Gegebene mitverursacht. In utopischen Modellen, die den Status Quo zwangsläufig relativieren, irritiert allerdings ein Umstand: Untersucht man utopische Literatur, empfehlen (und verklären) die entsprechenden Texte eine oft totalitäre Funktionalisierung des Denkens an die Erfordernisse einer als ideal suggerierten Gesellschaft.
Gilt dieser Rat auch für den Bereich der Bildung, des Lernens und der Schule? Ist die Faszination der pädagogischen Wirkung am Ende, die pädagogische Utopie in ein Fiasko geraten?
Im vorliegenden Band werden die utopischen Konzepte zunächst über die Analyse des Begriffs erschlossen, worauf die Merkmale der pädagogischen Utopie zu schildern sind. Anhand von realen und literarischen Beispielen wird utopisches Denken anschließend auf seine schulpädagogischen Implikationen befragt. Als Exempel dienen: J.V. Andreaes Christianopolis, M. Shelley: Frankenstein, A.S. Neills Summerhill, E. Callenbachs Oekotopia, B.F. Skinner: Futurum II, R. Ardila: Walden Tres,J. Samjatins Wir, F. Hetmanns / H. Tonderns: Zeitsprung, das Thema Frauen in der Utopie und die Skizze der balinesischen Erziehung als Utopie oder harte Realität. Zusammenfassende und systematische Bemerkungen schließen den Band ab. Dabei stehen die Position der Utopien in der zeitgenössischen schulpädagogischen Debatte sowie die These, ein Diskurs über Utopien und die Verwendbarkeit utopischer Konzepte im schulpädagogischen Denken und im schulischen Alltag sei unabdingbar, im Zentrum.

Aberhallo