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Bewundert viel und viel gescholten

Untertitel:Schiller im Deutschunterricht - Rezeptionsgeschichte eines Klassikers
Autoren:Sperlich, Christine
ISBN:978-3-8340-1203-6
Bibliographie:XII, 490 Seiten. Kt.
Bandnr.:0
Preis:46.00
Gruppe:Deutsch
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Beschreibung

Der Klassiker Friedrich Schiller geh├Ârt etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts kontinuierlich zum schulischen Kanon, keineswegs gleichbleibend jedoch waren die Begr├╝ndungen f├╝r seine didaktische Wertsch├Ątzung und das Ausma├č seiner Beliebtheit bei Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern. Und wenn auch nicht sein Werk als Ganzes, so waren doch einzelne Werke und Werkteile einem wechselvollen Prozess von Kanonisierung und Dekanonisierung unterworfen.
Anders als die au├čerschulische Rezeption, die vor allem in literaturhistorischer Sicht gut erforscht ist, hat der Verlauf der schulischen Rezeption Schillers in der didaktischen Forschung bisher nur m├Ą├čiges Interesse gefunden. An dieser Forschungsl├╝cke setzt die vorliegende Untersuchung an. Durch die Rekonstruktion der schulischen Rezeption Schillers, schwerpunktm├Ą├čig jener in der Bundesrepublik Deutschland von 1945 bis heute, zielt sie auf detaillierte Erkenntnisse ├╝ber Schillers Rang im Kanon des Literaturunterrichts sowie auf Aufschluss ├╝ber die Kriterien bei der Auswahl und Vermittlung seiner Werke. Die historische Aufarbeitung, die sich wesentlich auf Analysen von Lehrpl├Ąnen, Leseb├╝chern, Werkeditionen und Lekt├╝rehilfen f├╝r Lehrer und Sch├╝ler st├╝tzt, wird in synchroner Perspektive um die Analyse gegenw├Ąrtiger Bedingungen schulischer Schiller-Rezeption erg├Ąnzt. Erforscht wird mittels einer empirischen Erhebung das Wissen von Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern ├╝ber Schiller und seine Werke, untersucht wird, mit Blick auf die Lehrerausbildung, die Relevanz von Schillers Werken in der universit├Ąren Lehre und gefragt wird nach deren Stellenwert in der aktuellen Kanondiskussion sowie in Abituraufgaben.
Sp├Ątestens hier wird deutlich, dass die Erforschung der schulischen Rezeption Schillers kein Selbstzweck ist, vielmehr als Argumentationsbasis dient f├╝r die gesellschaftliche Bildungsdiskussion im Allgemeinen und f├╝r gegenw├Ąrtiges prospektives literaturdidaktisches Handeln im Besonderen. Die Studie endet daher mit einem Ausblick auf motivierende Zug├Ąnge zu Werk und Leben Friedrich Schillers.


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