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Sozialisiert und diszipliniert

Untertitel:Die Erziehung `wilder` Kinder
Hrsg:Grunder, Hans-Ulrich
ISBN:3-89676-054-8
Bibliographie:VI, 214 Seiten. Kt.
Reihe:Grundlagen der Schulpädagogik
Bandnr.:24
Preis:17.00
Gruppe:Pädagogik

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Beschreibung

Enkulturierende, sozialisierende, disziplinierende und emanzipierende Verläufe machen den Erziehungsprozess aus. Die nachfolgende Generation erziehend und schulend, möchten Kulturen die Sozialisation in bestimmte Bahnen lenken. Kinder und Jugendliche sollen das gesellschaftlich als relevant gedeutete Wissen erwerben. Sie werden in Brauch und Sitte eingewiesen und für ihr künftiges Arbeitsleben qualifiziert. Innerhalb dieser oft konfliktuösen Verläufe müssen sie zudem eine eigene Identität entwickeln. Wie ist der Sachverhalt des Heranwachsens in einer Gesellschaft pädagogisch in den Begriff zu bekommen? Wie ist der `fremde Kontinent Kind` durch Erziehung zukolonisieren?
Kinder sind immer wild. Der doppelte Akzent im Begriff `wilde Kinder` hebt die Dialektik von Erziehungsprozessen zwischen Ermöglichung und Disziplinierung hervor. Weiter verweist er auf Heranwachsende, die Freiräume in Erziehung, Sozialisation und Enkulturation, Disziplinierung und Okkupationen tasten und erwünschtem, angepasstem Verhalten ihre persönliche Widerständigkeit, ihre `kleinen Fluchten` entgegen halten. Je `wilder` die Kinder, desto schwieriger scheinen erzieherische, sozialisatorische und enkulturierende Absichten realisierbar; umso akzentuierter stellt sich die pädagogische und damit die Frage nach einem reflektierten Gleichgewicht.
In diesem Band, einem Sach- und Fachbuch, werden die Begriffe Sozialisation, Enkulturation, Initiation und Disziplinierung exponiert, auf ihre theoretische und praktische Relevanz hin abgewogen, in ihren Auswirkungen auf schulisches Lernen veranschaulicht und anhand zahlreicher Beispiele veranschaulicht.

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