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Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben in der Fremdsprache Deutsch

Untertitel:Eine empirische Studie zu Problem-Lösungsstrategien ausländischer Studierender
Autoren:Büker, Stella
ISBN:3-89676-077-7
Bibliographie:IV, 185 Seiten. Kt.
Reihe:Perspektiven Deutsch als Fremdsprache
Bandnr.:11
Preis:16.00
Gruppe:Deutsch als Fremdsprache

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Beschreibung

Probleme des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens werden seit einigen Jahren in Deutschland intensiv erforscht und mit didaktischen Konzepten wirksam angegangen. Für den Sektor des akademischen Arbeitens in der Fremdsprache Deutsch zeichnet sich jedoch ein entgegengesetztes Bild ab. Tutorenprogramme, die mit adäquaten Konzepten Studierende auf dem Weg zum erfolgreichen Studienabschluß begleiten und die in den USA und England längst etabliert sind, stecken hier noch in den Anfängen. Und das obwohl ausländische Studierende eine feste Klientel an deutschen Hochschulen bilden - und auch in Zukunft bilden sollen.
Die vorliegende Studie, methodologisch im qualitativen Forschungsparadigma angesiedelt, ist ein Beitrag zur Aufarbeitung dieses Defizites. Im Erkenntnisinteresse stehen die Vorgehensweisen, Probleme und Bewältigungsstrategien, die beim Anfertigen einer Studienabschlußarbeit in der Fremdsprache Deutsch auftreten. Empirische Grundlage liefern siebensemi-strukturierte Interviews mit ausländischen Studierenden, alle in der Fremdsprache Deutsch geführt. Die Autorin erschloß sich den Zugang zum Untersuchungsgegenstand also nicht über die Außenperspektive, sondern über die Sicht der Befragten selbst. Die Analyse subjektiver Repräsentationen bietet wertvolle Einsichten in individuelle Problemzusammenhänge und Alltagstheorien zum wissenschaftlichen Arbeiten und Schreiben, die für eine Konzeptualisierung didaktischer Maßnahmen äußert sinnvoll sind.
Die sprachlichen Daten untersucht die Autorin etappenweise nachunterschiedlichen kategorialen Einheiten, die sie vorwiegend aus den Aussagen in den Interviews selbst ermittelt, aber auch aus Arbeiten zur mutter- und fremdsprachlichen Textproduktions- und Schreib Prozessforschung gewinnt. Die größtenteils inhaltsanalytisch ermittelten Ergebnisse, die sich nicht nur auf den bloßen Textproduktions-Prozess beziehen, sondern auch psychosoziale Problemfelder mit einbeziehen, besagen, dass kulturelle Prägungen, kooperative Arbeitsverhältnisse, die Konzentration auf den Aspekt der Fremdsprachlichkeitund die Wahrnehmung des Schreibens als erkenntnisgenerierendes Instrument einezentrale Funktion beim Anfertigen einer Studienabschlußarbeit einnehmen. Abschließend skizziert die Autorin auf der Basis ihrer Untersuchungsergebnisse Ansprüche an eine Schreibdidaktik.

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