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Regiert das Lokale das Soziale?

Untertitel:Die Kommunalisierung und Dezentralisierung sozialer Dienste als sozialpolitische Reformstrategie
Hrsg:Dahme, Heinz-Jürgen, Wohlfahrt, Norbert
ISBN:978-3-8340-0691-2
Bibliographie:VI, 214 Seiten. Kt.
Reihe:Grundlagen der Sozialen Arbeit
Bandnr.:24
Preis:19.80
Gruppe:Soziale Arbeit / Sozialpädagogik
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Beschreibung

Der vorliegende Sammelband „Regiert das Lokale das Soziale? – Kommunalisierung und Dezentralisierung Sozialer Dienste als sozialpolitische Reformstrategie“ greift eine höchst aktuelle Entwicklung in der Debatte um die Sozialstaatsentwicklung auf. Die Kommunen sehen sich gegenwärtig aufgefordert, ihre Rolle als „Motor der sozialen Integration“ und als Kern der Zivilgesellschaft neu zu definieren und auszugestalten. Dadurch entwickeln sich Themen wie Sozialraumorientierung in den Sozialen Diensten, Gemeinwesen- und Quartiersarbeit sowie die Aktivierung Bürgerschaftlichen Engagements zu zentralen Aufgaben der kommunalen Sozialpolitik. Der Band beleuchtet die Gründe und Verlaufsformen dieser Bewegung, die sich in den verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit unterschiedlich darstellen, aber gemeinsam als Prozesse politischer Dezentralisierung beschreiben lassen.
Der Band enthält im ersten Teil Beiträge, die sich mit den sozialpolitischen Ursachen und sozialen Folgen dieser Kommunalisierungs- und Dezentralisierungsprozesse für die Kommunen und die Bürger befassen. Die Beiträge des zweiten Teils thematisieren die Folgen dieser Entwicklung für die Sozialen Dienste und die Soziale Arbeit (an Beispielen aus der Jugendhilfe, Arbeitsmarktpolitik, Bildungspolitik, Altenhilfe, Behindertenhilfe und Migrationspolitik). Die Beiträge des dritten Teils fragen nach den Folgen für die politische Steuerung in den Kommunen und diskutieren dies an den Beispielen der Sozialplanung und der Wirkungsorientierung Sozialer Dienste. Der abschließende Blick des Bandes auf die Armutsbekämpfungsprogramme in den USA zeigt, dass die in der Bundesrepublik stattfindenden Dezentralisierungstendenzen anschlussfähig sind an international beobachtbare Prozesse des Sozialstaatsab- und umbaus. Bedeutsam für alle Beiträge ist deshalb die Frage, ob die politische Forderung nach Schaffung einer (neuen) „Local Governance“ im Bereich der Sozialen Dienste vor allem als Ausgestaltung der seit längerem vorherrschenden Strategie der Aktivierung von Eigenverantwortung zu lesen ist.
Da sozialpolitische Dezentralisierungsprozesse nicht ohne Folgen für die Soziale Arbeit und ihre konkreten Gestaltungsmöglichkeiten bleiben, versteht sich der vorliegende Band auch als Fortsetzung der von den Herausgebern im Schneider Verlag publizierten Bände über die sozialpolitischen Grundlagen Sozialer Arbeit und ihre aktuelle Ausgestaltung.


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