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Poesie und Grammatik + Mit Sprache(n) spielen.
Textkommentar und Textsammlung zusammen

Autoren:Belke, Gerlind
Hrsg:Belke, Gerlind
ISBN:978-3-8340-1095-7
Bibliographie:3. und 5. Aufl., 2 Bände. Zus. XXI, 422 Seiten. Kt.
Reihe:Deutschunterricht in der Grundschule
Bandnr.:0
Preis:29.80
Gruppe:Grundschule
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Beschreibung

Zum Schülerband: Sprachspiele, Kinderreime und Gedichte gibt es in allen Kinderkulturen. Klang, Rhythmus und Reim entfalten ihre Faszination über Sprachgrenzen hinweg. Die hier angebotenen Texte sind für alle Kinder in unseren vielsprachigen und multikulturellen Kindergärten und Schulen gedacht. Schwerpunktmäßig sind Texttypen gesammelt, die in vielen Kinderkulturen zu finden sind: Begleittexte zu Schulhofspielen, Abzählreime, Reihentexte, Verkehrte-Welt-Geschichten, Zaubersprüche, Rätsel und Zungenbrecher. Die Texte regen dazu an, sich intensiv mit ihnen zu beschäftigen: sie zu sprechen, mit ihnen zu spielen – auch außerhalb der Schule – sie zu verändern und dadurch nebenbei auswendig zu lernen. Der Wohlklang erleichtert das Merken, auch wenn nicht gleich jedes Wort verstanden wird. Alle Texte fördern den impliziten Sprach- und Schrifterwerb insbesondere der interkulturellen Kinder, die mit zwei Sprachen aufwachsen: Die Erwartbarkeit thematischer und formaler Elemente im kindlichen Sprachspiel ist eine Brücke zu anderen Sprachen. Von vertrauten Inhalten und Formen ausgehend, erwerben die Kinder spielerisch eine neue Sprache.

Zum Lehrerband: Kinder mit Deutsch als Muttersprache erwerben komplexe grammatische Strukturen, z. B. die Nominalflexion, schon in den ersten drei Lebensjahren. Mehrsprachige Kinder brauchen einige Jahre, um eine zweite Sprache unter institutionellen Bedingungen zu lernen. Mit der möglicherweise zunächst befremdlich erscheinenden Verbindung von Poesie und Grammatik ist es möglich, auf der Basis attraktiver Texte und des kreativen Umgangs mit ihnen das Erlernen der deutschen Schriftsprache in mehrsprachigen Lerngruppen gezielt zu fördern. Während der kommunikativ-funktionale Gebrauch der Sprache sich auf den Zweck der sprachlichen Äußerung richtet, weniger auf die sprachlichen Mittel, lenken poetische Texte, insbesondere Kinderreime, Kinderlieder und Sprachspiele, die Aufmerksamkeit auf sprachliche Strukturen, die im Hinblick auf den Schriftspracherwerb auch für einsprachige Kinder wichtig sind. Im Gegensatz zu okkasionellen Äußerungen können poetische Texte beliebig oft wiederholt werden. Dadurch prägen sich die in den Texten enthaltenen Strukturen dauerhaft ein. Die Kinder bekommen sie „ins Ohr“: Reim und Rhythmus sind wichtige Helfer beim Erwerb einer neuen Sprache. Der produktive Umgang mit poetischen Texten ist für ein- und mehrsprachige Kinder von der Vorschule bis zur Orientierungsstufe gleichermaßen anregend und sinnvoll und ermöglicht eine gemeinsame interkulturelle Sprachförderung in unseren vielsprachigen Lerngruppen.


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